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Langanhaltender Schneefall und Dauerfrost kommen auf uns zu: Meteorologe hält „minus 20 Grad“ für möglich

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Von: Marcus Giebel, Marc Dimitriu

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Die kommenden Tage werden wohl sehr kalt in Deutschland. Auch auf Schnee können sich manche Bundesländer freuen.

München – Dieser Winter hat es anscheinend besonders eilig. Obwohl die kälteste Jahreszeit astronomisch erst am 21. Dezember beginnt, erwartet Deutschland schon ab dem dritten Adventswochenende heftiger Frost und zumindest in einigen Teilen des Landes langanhaltenden Schneefall.

Wetter: Dauerforst hält in Deutschland Einzug – Schneesturm bleibt aus

„Die eisige Kälte geht wahrscheinlich in die Verlängerung“, leitet Meteorologe Dominik Jung von wetter.net seinen Ausblick ein. So würden in der kommenden Woche die Tagestemperaturen „teilweise deutlich unter null Grad“ betragen, nachts seien „minus zehn bis knapp minus 20 Grad“ möglich. Im Süden werde bis Heiligabend Dauerfrost prognostiziert, wie er am Beispiel von Nürnberg aufzeigt. Insgesamt werde der Dezember wohl zu kalt ausfallen, anders als der Januar und der Februar – wenn man den aktuellen Wettervorhersagen traut.

Auch Schnee ist drin. Vor allem für den Süden und Südosten. Am Samstag fallen die Flocken langanhaltend südlich der Donau, auch in Franken und im Osten Deutschlands könnte die weiße Pracht herunterrieseln. Allerdings sei dies entgegen voriger Prognosen „nichts Dramatisches, ganz normaler Schneefall“. Jung schätzt den Neuschnee auf fünf bis zehn Zentimeter.

Frostiger Dezember: Arktisluft kommt nach Deutschland – doch sie bringt nur wenig Schnee

Auch ntv berichtet, die Temperaturen könnten in der Nacht auf minus 20 Grad absinken. Björn Alexander, Meteorologe des Senders, erklärt die zu erwartenden Extrem-Temperaturen: „Grund für die eiskalte Weichenstellung ist der Polarwirbel. Er schützt uns in Deutschland – wenn er intakt und stabil ist – vor den arktisch kalten Luftmassen. Derzeit ist er aber in zwei Kältezentren zerfallen. Und das öffnet der Arktisluft das Tor nach Europa. Wahrscheinlich könne dieser Dezember am ehesten mit dem aus dem Jahr 2012 verglichen werden.“ Dort hielt sich das winterliche Wetter mit bis zu minus 22,4 Grad (in Bautzen) jedoch nur bis zur Monatsmitte. Zu Weihnachten hatte sich dagegen „ziemlich milde Luft“ breitgemacht, so dass der Monat mit etwa 0,7 Grad zu warm in die Geschichte einging.

In der Nacht zum Sonntag soll der Schnee eher im Süden runterkommen und dann vermehrt Richtung Österreich und Tschechien ziehen. Auch am Montag sieht Meteorologe Dominik Jung von wetter.net nur „ganz normalen Schneefall ohne Zusammenbruch des Verkehrs.“ Zum Wochenstart werden ebenfalls nicht mehr als fünf bis zehn Zentimeter fallen, allerdings sind nun auch große Teile Hessens, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens davon betroffen. „Dienstag ist der Käse fast schon gegessen“, dann gebe es laut Jung nur noch im äußersten Nordosten an der polnischen Grenze Neuschnee.

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