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Maskenpflicht in Bayerns ÖPNV endet – Augsburger Stadtwerke begrüßen „Rückkehr zur Normalität“

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Von: Jannis Gogolin

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Keine Maskenpflicht im bayerischen ÖPNV – das beschloss die Regierung des Freistaats um Ministerpräsident Markus Söder. Die Augsburger Stadtwerke billigen den bayerischen Vorstoß.

Augsburg – Das bayerische Kabinett hat am Dienstag, 6. Dezember, die Abschaffung der Maskenpflicht im bayerischen öffentlichen Nahverkehr beschlossen. Ab Samstag, 10. Dezember, können Fahrgäste des ÖPNV demnach auf eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung verzichten. Klaus Holetschek, als bayerischer Gesundheitsminister Teil des Kabinetts, war dieser Schritt wegen einer „fehlenden Verhältnismäßigkeit“ unbedingt nötig. Während in Berlin der Vorstoß des Freistaats von Holetschek’s Ressort-Kollegen Karl Lauterbach kritisiert wird, befürworten die Augsburger Stadtwerke in einer Pressemitteilung die „Rückkehr zur Normalität im Straßenverkehr“ und ihren Bussen und Straßenbahnen. Seit April 2020 galt die Maskenpflicht als Schutz gegen das Coronavirus.

Ende der Maskenpflicht im ÖPNV: Augsburger Stadtwerke berichten von Erleichterung bei Fahrgästen

Mensch mit Maske im Zug
Die bayerische Maskenpflicht im ÖPNV läuft zum Freitag aus. Diesen Schritt unterstützen die Augsburger Stadtwerke. © imago

„Wir begrüßen die Abschaffung der Maskenpflicht im ÖPNV“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. „Die Normalität, die schon seit Monaten in anderen Lebensbereichen wieder eingekehrt ist, wird so bald auch in den Augsburger Straßenbahnen und Bussen spürbar.“ Für viele Fahrgäste sei das eine große Erleichterung. Nachdem die Maskenpflicht in fast allen anderen Lebensbereichen bereits vor Monaten gefallen ist, sei die Maskenpflicht im ÖPNV für viele Fahrgäste nicht mehr nachvollziehbar gewesen.

Stadtwerke-Geschäftsführer: „Können Maskenpflicht nicht flächendeckend kontrollieren“

Vermehrten Widerwillen hat man laut der Mitteilung des Unternehmens im direkten Kontakt mit den Fahrgästen gemerkt – die Kontrolle des Maske-Tragens seien zunehmend schwieriger geworden. „Zwar befolgen die Augsburgerinnen und Augsburger die Maskenpflicht immer noch zu 97 Prozent, dennoch nimmt die Bereitschaft ab und wir können als Verkehrsunternehmen die Maskenpflicht nicht flächendeckend in den Fahrzeugen kontrollieren“, so Stadtwerke-Chef Casazza.

Der Beschluss der bayerischen Staatsregierung bleibt allerdings umstritten, in der Politik sowie in den sozialen Medien. Während Minister Holetschek das Vorgehen verteidigt – die Maskenpflicht sei einfach nicht mehr angemessen – appelliert er weiterhin zum Tragen. Ab Samstag ist das in Bayern aber grundsätzlich freiwillig. In Sachsen-Anhalt gehört ab Donnerstag, 8. Dezember, die Tage-Pflicht in Bus und Bahn zur Vergangenheit.

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