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Gott der Künste: Neue Diskothek in altbekannten Räumen

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Von: Peter Loder

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Die Ruhe vor dem Sturm: Viel Zeit hat Johann Anderer in den vergangenen Wochen in seinem neuen Club „Hathor“ verbracht, um alles aufzubauen. Früher war hier die „Edi-Bar 2“ beheimatet.
Die Ruhe vor dem Sturm: Viel Zeit hat Johann Anderer in den vergangenen Wochen in seinem neuen Club „Hathor“ verbracht, um alles aufzubauen. Früher war hier die „Edi-Bar 2“ beheimatet. © PETER WEBER

Mit 25 Jahren eröffnet der Pucher Johann Anderer seine erste Diskothek – und das in einer im Nachtleben durchaus bekannten Räumlichkeit.

Fürstenfeldbruck – Mit einem durchdachten Konzept und ausgefeilten Ideen möchte Anderer der Techno- und House-Szene nun ein neues Zuhause geben. Für die Dekoration reiste er sogar bis nach Ägypten.

In die ehemalige „Edi-Bar 2“ in der Hasenheide zieht wieder Leben ein: Johann Anderer eröffnet dort am heutigen Freitagabend seinen Club namens „Hathor“. „Hathor ist die ägyptische Göttin der Künste“, erzählt er. Um die Räumlichkeiten entsprechend zu gestalten, sei er extra nach Ägypten gereist, wo er klassische Papyrusrollen erstanden hat, die ab dem kommenden Wochenende im Club zu sehen sein werden. „Aber man hat trotzdem nicht das Gefühl, dass man in einem ägyptischen Club gelandet ist“, erzählt der 25-Jährige.

„Für den ersten Club, dachte ich mir, dass das eine gute Wahl ist“, sagt der Pucher über die Lage seiner Disco. Hier habe er einen entscheidenden Heimvorteil: Die Szene, die das Konzept des Clubs ansprechen soll, sei dort groß. Spezialisiert hat sich Anderer mit seinem „Hathor“ auf die Techno- und House-Szene: „Wir haben aber auch Abende für Hard-Style und Elektro geplant.“

Nervosität kommt bei dem jungen Brucker kurz vor der Eröffnung nicht auf: „Es gibt noch so viel zu erledigen und abzuklären“, sagt Anderer. „Für Nervosität ist gerade einfach keine Zeit.“

Inhaber ist selbst als DJ aktiv

Mit der Selbstständigkeit ist der 25-Jährige vertraut: Neben seiner neuen Karriere als Club-Inhaber führt der Pucher eine Eventagentur, plant Veranstaltungen und tobt sich selbst als DJ am Mischpult aus. Den Schritt in die Selbstständigkeit wollte er ursprünglich bereits vor zwei Jahren machen. Doch dann legte das Corona-Virus die Welt lahm – und mit ihr auch die Event- und Veranstaltungsbranche.

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„Weil ich eigentlich Elektriker bin, habe ich dann in der Zwischenzeit meinen Meister gemacht“, erzählt der gebürtige Brucker. Dies komme ihm jetzt zugute, da das entsprechende Know-How für die Elektronik in der Diskothek vorhanden war.

Sicherer Hafen für feierwütige Jugend

Doch nicht nur der Name des Clubs und die Musikrichtung sind durchdacht: Besonders viele Gedanken hat sich der gelernte Elektroniker über das Sicherheitskonzept gemacht: Um illegale Events, wie jüngst in Köln, zu vermeiden, möchte er der feierwütigen Jugend nach der langen Durststrecke durch die Corona-Pandemie einen sicheren Hafen bieten, wo sie sich austoben kann. „Bei uns muss niemand Angst haben, dass plötzlich die Polizei vor der Tür steht: Weil bei uns alles genehmigt und legal ist.“ Dies sei ihm besonders wichtig gewesen, denn so lasse es sich schöner und ausgelassener feiern.

Bruck schlägt Augsburg bei der Standort-Wahl

Ursprünglich hatte Anderer geplant, sogenannte Pop-Up-Clubs zu eröffnen, die für ein, zwei Abende in einer Stadt auftauchen, dann wieder verschwinden, um danach in einer anderen Stadt ihre Zelte aufzuschlagen. Doch dann sei er über die Räumlichkeiten in der Hasenheide gestolpert und nutzte die Chance. Zeitgleich hatte sich Anderer auch für einen Ort zum Feiern in Augsburg interessiert. Den Zuschlag bekam schließlich aber doch seine Heimat Fürstenfeldbruck.

Ob das Konzept ein Erfolgsgarant sein wird, zeigt sich ab dem heutigen Abend. Eines steht für Johann Anderer jedoch fest: „Ich weiß jetzt schon, dass das nicht mein letzter Club sein wird.“

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