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Kinderleichenfund bei „Aktenzeichen XY“: 27 Hinweise eingangen – einer „sehr konkret“

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Von: Tanja Kipke

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Der Fund einer Kinderleiche in der Donau beschäftigt seit Monaten die Kriminalpolizei. 27 neue Hinweise gingen durch „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ ein.

Update vom 8. Dezember, 16:51 Uhr: Insgesamt seien zunächst 27 Hinweise nach der Sendung gekommen, sagte ein Sprecher des Ingolstädter Polizeipräsidiums am Donnerstag. Diese Hinweise müssten nun erst einmal bewertet werden. Ein Anrufer hat nach seinen Angaben einen sehr konkreten Hinweis gegeben zu dem Pflasterstein, mit dem die Leiche in der Donau versenkt wurde (siehe Erstmeldung).

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“: Hinweise auf bestimmte Kinder zur Donau-Leiche

In der Sendung wurde zunächst auch berichtet, dass es aufgrund der Gesichtsrekonstruktion des toten Jungen genaue Hinweise auf bestimmte Kinder mit Nennung möglicher Namen gegeben habe. Dies bestätigte der Polizeisprecher am Donnerstag allerdings so nicht. Die Kripo erklärte aber, es seien mehrere Anrufe zur möglichen Herkunft des Kindes eingegangen. Wie das Kind umgekommen ist, war aufgrund des Zustands der Leiche bislang nicht feststellbar.

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“: Fall der Kinderleiche aus der Donau bei ZDF-Sendung

Erstmeldung vom 7. Dezember: Vohburg – Der tote Junge war bereits Mitte Mai in der Donau gefunden worden. Verpackt in einer Plastiktüte, mit einem Stein beschwert lag er bei der Entdeckung vermutlich schon mehrere Monate im Wasser. Da die Identität des Kindes nach wie vor unklar ist, wird der Kriminalfall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ am Mittwoch (7. Dezember, 20.15 Uhr) behandelt. Die Ermittlungsgruppe der Ingolstädter Kripo hofft, durch die Veröffentlichung im Fernsehen einen Durchbruch zu erzielen.

Der Junge im Vorschulalter war im Mai von einem Kanufahrer an einer Staustufe bei Vohburg an der Donau (Landkreis Pfaffenhofen) gefunden worden. Die Identität sowie die Todesursache des Kindes seien weiterhin ungeklärt, sagte eine Sprecherin der Polizei am Montag.

Gesicht wurde rekonstruiert: Ermittler erhoffen sich durch ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ Hinweise.
Gesicht wurde rekonstruiert: Ermittler erhoffen sich durch ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ Hinweise. © Sina Schuldt/dpa/Polizei Oberbayern (merkur.de-Collage)

Beamte haben direkt nach dem Fund die Ufer der Donau im Raum Ingolstadt sowie den Fluss selbst abgesucht, jedoch ohne einen Hinweis auf den Täter zu finden. Im November hatten Rechtsmediziner dann das Gesicht des unbekannten Buben rekonstruiert und konnte so weitere Details herausfinden: Das Kind war zwischen drei und sieben Jahre alt, 110 Zentimeter groß, etwa 15 Kilo schwer und hatte blaue Augen sowie dunkelblonde bis braune Haare.

Ermittler setzen 10.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Auch Details zu dem Stein, mit dem die Kinderleiche in der Donau versenkt wurde, hatte die Polizei veröffentlicht. Es handelt sich um einen 40 mal 20 mal 6 Zentimeter großen Pflasterstein, der unter dem Namen Diephaus, Typ „Natura Vigo“, verkauft wird.

Ein Ingolstädter Ermittler wird den Fall im ZDF-Studio vorstellen. Für Zeugenhinweise, die zur Klärung des Falls führen, wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. (tkip/dpa)

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